Die Drahtindustrie steht kontinuierlich vor der Herausforderung, ihre Produktionsprozesse effizienter zu gestalten, Kosten zu senken und den Materialeinsatz gezielt zu reduzieren. Mit dem innovativen TOTAL USE-Konzept wurde hierfür ein zukunftsweisender Ansatz entwickelt, der insbesondere bei der Nutzung von Ziehmitteln neue Maßstäbe setzt.

Maximale Nutzung, minimale Verschwendung

Traditionell werden Ziehmittel bei der Drahtproduktion nach einem festen Zeitintervall oder bei einer Verschlechterung eines Qualitätsmerkmals gewechselt, was zu vermeidbaren Materialkosten und Produktionsunterbrechungen führt.

Der TOTAL USE-Ansatz hingegen zielt darauf ab, den stabilen „originalen“ Zustand des Ziehmittels beim Einsatz zu verlängern. Solange das Ziehmittel im Ziehkasten noch keine Verklumpungen, schwarze Rückstände oder staubiges Verhalten aufweist, sollte es weiterverwendet werden.

Ein ausschlaggebender Punkt ist, diese Stabilität des eingesetzten Produktes im Ziehmittelkasten immer gleich zu halten, sodass der Draht nur die Menge mitnimmt, welche zur optimalen Schmierung benötigt wird und eine Verklumpung und Zerschlagung der Körnung ausgeschlossen wird. Die Stabilität der Körnung bei einer optimalen Schmierung ist somit ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Es erfolgt somit nur noch eine gezielte Nachfüllung des Ziehmittels direkt während des Prozesses und kein regelmäßiger Wechsel mehr.

Diese einfache, aber wirkungsvolle Methode ermöglicht eine Verlängerung der Ziehmittel-Nutzungsdauer und hat sich in zahlreichen Kundenprojekten bewährt. Im Schnitt reduziert sich der Ziehmittelbedarf um rund 20 Prozent.

Kostenreduktion und ressourcenschonenderer Materialeinsatz im Fokus:

Die Vorteile des TOTAL USE-Ansatzes sind vielschichtig:

  • Kostenreduktion: Weniger Ziehmittelverbrauch bedeutet direkte Einsparungen bei den Produktionskosten und eine Reduzierung von Materialbeständen.
  • Ressourcenschonenderer Materialeinsatz: Durch den geringeren Ziehmittelverbrauch können Materialeinsatz und Abfallmengen reduziert werden. Mögliche Auswirkungen auf transport- oder produktionsbezogene Emissionen hängen von den jeweiligen Prozessbedingungen und Lieferketten ab.
  • Produktionsoptimierung: Die gezielte Nachfüllung sorgt für einen stabilen Ziehprozess ohne unnötige Unterbrechungen durch frühzeitige Ziehmittelwechsel.

Forschung und Kundenorientierung als Erfolgsfaktoren

Traxit Wire Lubrication kombiniert mit TOTAL USE seine langjährige Expertise in Forschung und Entwicklung mit einer starken Kundenfokussierung. Durch detaillierte Prozess- und Fertigungsanalysen bei den Kunden werden bestehende Ziehmittel geringfügig modifiziert, um den Verbrauch weiter zu reduzieren, ohne die Ziehqualität zu beeinträchtigen.

Traxit Wire Lubricaton, eine Marke von Klüber Lubrication investiert kontinuierlich in die Weiterentwicklung seiner Produktpalette, um die Ziehmittel optimal an die individuellen Anforderungen der Drahtproduktion anzupassen. Der TOTAL USE-Ansatz steht damit exemplarisch für den Innovationsgeist von Traxit Wire Lubrication: technische Prozessoptimierung mit dem Ziel, den Ziehmittelverbrauch zu reduzieren und die Wirtschaftlichkeit der Drahtproduktion zu verbessern.

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