Traditionell werden Ziehmittel bei der Drahtproduktion nach einem festen Zeitintervall oder bei einer Verschlechterung eines Qualitätsmerkmals gewechselt, was zu vermeidbaren Materialkosten und Produktionsunterbrechungen führt.
Der TOTAL USE-Ansatz hingegen zielt darauf ab, den stabilen „originalen“ Zustand des Ziehmittels beim Einsatz zu verlängern. Solange das Ziehmittel im Ziehkasten noch keine Verklumpungen, schwarze Rückstände oder staubiges Verhalten aufweist, sollte es weiterverwendet werden.
Ein ausschlaggebender Punkt ist, diese Stabilität des eingesetzten Produktes im Ziehmittelkasten immer gleich zu halten, sodass der Draht nur die Menge mitnimmt, welche zur optimalen Schmierung benötigt wird und eine Verklumpung und Zerschlagung der Körnung ausgeschlossen wird. Die Stabilität der Körnung bei einer optimalen Schmierung ist somit ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Es erfolgt somit nur noch eine gezielte Nachfüllung des Ziehmittels direkt während des Prozesses und kein regelmäßiger Wechsel mehr.
Diese einfache, aber wirkungsvolle Methode ermöglicht eine Verlängerung der Ziehmittel-Nutzungsdauer und hat sich in zahlreichen Kundenprojekten bewährt. Im Schnitt reduziert sich der Ziehmittelbedarf um rund 20 Prozent.