Inline statt zusätzliche Prozessschritte: Effizienz und Qualität neu gedacht
Konventionelle Korrosionsschutzlösungen erfordern häufig nachgelagerte Prozessschritte, zusätzliche Verpackungsmaßnahmen oder externe Schutzsysteme. Die neue Technologie verfolgt einen anderen Ansatz:
- Direkte Integration in den Ziehprozess reduziert Prozesskomplexität
- Stabiler, gleichmäßiger Schutzfilm sorgt für reproduzierbare Oberflächenqualität
- Weniger Handling und Verpackung senkt Kosten und logistischen Aufwand
- Hohe Prozessstabilität minimiert Stillstandzeiten und Qualitätsvariabilität
Das Ergebnis ist eine deutlich effizientere Fertigung bei gleichzeitig verbesserten Qualitätsstandards, ein entscheidender Vorteil für moderne Drahtproduzenten.
Nachhaltigkeit und Arbeitssicherheit im Fokus
Ein wesentlicher Treiber der Entwicklung war die steigende Nachfrage nach umweltfreundlicheren Produktionsprozessen in der Drahtindustrie. Die neue Lösung setzt hier gezielt an:
- Kein Einsatz von Öl oder VOC → reduzierte Emissionen
- Saubere Produktionsumgebung → bessere Arbeitsbedingungen
- Kein temperiertes Beschichtungsbad notwendig → Reduzierung der Energiekosten
- Verzicht auf zusätzliche Entsorgungsschritte, da das Material vollständig auf der Drahtoberfläche verbleibt
Damit unterstützt das Verfahren sowohl betriebliche Unternehmensziele als auch regulatorische Anforderungen nachhaltig.
- Gemeinsame Entwicklung: Chemie, Maschine und Prozessintegration
Das Projekt vereint die Stärken dreier Partner:
- Traxit Wire Lubrication: Expertise in Ziehmitteln und Beschichtungssystemen
- Maschinenfabrik NIEHOFF: Inline-Technologie und langjährige Erfahrung in der Wärmebehandlung
- EJP WIRE Technology: Anlagenintegration und Prozess-Know-how
Gemeinsam entsteht ein abgestimmtes Gesamtsystem, bei dem Medium und Applikation exakt aufeinander abgestimmt sind. Für maximale Prozesssicherheit und Reproduzierbarkeit.
Anwendungsfokus und Perspektiven
Aktuell liegt der Schwerpunkt des Verfahrens auf Anwendungen im Bereich Federdraht, bei denen hohe Anforderungen an Korrosionsschutz, Oberflächenqualität und Prozessstabilität bestehen. Durch die positiven Ergebnisse aus ersten Anwendungen wird bereits an einer Ausweitung auf weitere Drahttypen gearbeitet.
Messbarer Mehrwert für Drahtproduzenten
Für Anwender ergeben sich konkrete Vorteile entlang der gesamten Wertschöpfungskette:
- Reduzierte Reinigungs- und Wartungsaufwände
- Verringerte Staubbelastung durch Ablösung von Ziehrückständen
- Höhere Anlagenverfügbarkeit
- Konstante Qualität über Chargen hinweg
- Optimierte Kostenstruktur durch Wegfall zusätzlicher Prozessschritte
Jetzt mehr erfahren: Exklusives Interview in der Draht 3/2026
Die Hintergründe zur Entwicklung, die Zusammenarbeit der Projektpartner sowie detaillierte Einblicke in die Technologie und ihre Anwendung erläutern die beteiligten Experten im exklusiven Interview.
👉 Lesen Sie das vollständige Interview in der aktuellen Ausgabe der Draht 3/2026.